Die Birma, auch Heilige Birma Katze geannnt, ist eine Langhaarkatze mit Color-Point-Fell. Auffällig sind neben ihrem seidig weichem (und durchaus pflegeleichtem) Fell auch ihre tief blauen Augen. Diese blauen Augen und auch das weiche Fell, unterscheiden die Birma schon rein optisch von der Burma Katze (bernsteinfarbene Augen, kurzes Fell).
Häufig sehen Birma-Katzen auch aus, als wenn sie weiße Socken an den Pfoten hätten.

Der Name Birma kommt von Birmanie, der französischen Form von Burma, einem Land in Asien, das heute Myanmar heißt.

Heilige Birma – Anerkennung als Katzenrasse

Zwei Heilige Birma Kätzchen in hell - flauschig.

Erstmals anerkannt wurde die Birma-Katze als Rasse in Frankreich im Jahr 1925. Es folgten:

  • Cat Club de France, 1925
  • England, Governing Council of the Cat Fancy, GCCF, 1966
  • Cat Fanciers’ Association, CFA, USA, 1967
  • Canadian Cat Association, CCA, 1979
  • International Cat Assocication, TICA, 1979

Aussehen Heilige Birma Katze

Die Birma ist eine mittelgroße Katze mit echteckigem Körper und breitem Gesicht. Sie hat eine deutlich römische Nase. Im Idealfall sind die Ohren der Birma an ihrer Basis so breit wie sie hoch sind. Die Augen sind rund und sollten ein tiefes saphirblau haben.

Das Fell der Birma ist mittellang. Wobei dies am Körper unterschiedlich ist. So ist das Birmafell am Kopf kürzer, am Rumpf länger und viel länger an den Beinen. Von der Textur her ist das Fell sehr seidig. Da die Birma keine Unterwolle hat, ist sie deutlich weniger anfällig für Verfilzungen wie die Perserkatze oder die Himalaya. Sie ist damit doch deutlich pflegeleichter.

An den Pfoten trägt die Birma meist rassetypische weiße Handschuhe, ihr Markenzeichen. Dabei muss das Weiß, laut Rassestandard, alle Zechen umfassen. Außerdem zieht es sich hinten am Bein entlang und wird als Schnürsenkel bezeichnet. Am Ende schließen die weißen Handschuhe in einem umgekehrten V bis zur Hälfte des Sprunggelenkes der Katze ab.

Auf diesem Weiß darf es keine Punkte geben. Dies wäre vom Rassestandard her ein schwerwiegender Fehler.

Die Grundfarbe einer Birma-Katze ist weiß bis cremefarben. Dazu kommt die dunklere Pointfärbung.

Anerkannte Pointfärbungen bei der Birma sind:

  • Seal, Chcolate, Blue, Lilac (ein weiches Silbergrau), Rot, Creme.

Je nach Katzenverein können auch Tabby, Tortie-Varianten in Seal, Chocolate, Blue und Flieder erlaubt sein. Es sind wohl auch weitere Fellfärbungen in der Entwicklung.

Geboren werden Birma-Kätzchen aber, wie alle anderen Colour-Point-Rassen (z.B. die Siamkatze), weiß. Die Point-Färbung entwickelt sich erst nach einer Woche bis 14 Tagen, bis die endgültige Färbung erreicht ist, kann es bis zu zwei Jahre dauern.

Gesundheit Birma-Katze

Die Birmakatze ist wohl überdurchschnittlich häufig von der HCM, einer Herzkrankheit betroffen. Diese wird, so nimmt man derzeit zumindest an, bei der Birma, autosomat dominant vererbt. HCM (Hypertrophe Kardiomyopathie) ist eine fortschreitende Erkrankung, sie kann zu Herzinsuffizienz, Lähmung der Hinterbeinen aufgrund von Embolien aber auch zum plötzlichen Tod führen.

Herkunft und Geschichte Birma-Katze

Erstmals anerkannt wurde die Birma Katze 1925 in Frankreich, aber obwohl das kaum ein ganzes Jahrhundert her ist, gibt es keine eindeutigen Aufzeichnungen über den Ursprung der Birma-Katze.

Und so gibt es wieder, wie so häufig in der Geschichte einer Katzenrasse, Geschichten und Legenden um die Entstehung.

Der Shwedagon, auch Shwedagon-Paya ist der wichtigste Sakralbau und das religiöse Zentrum Myanmars in Yangon. Er gilt als Wahrzeichen des ganzen Landes und ist einer der berühmtesten Stupas der Welt.

So sollen Tempelpriester in Nord-Burma am Mount Lugh erstmals eine solche Katzenrasse gezüchtet haben, diese sollen dann als Pärchen nach Frankreich gebracht worden sein. Entweder als Geschenk, weil man half den Tempel gegen Feinde zu verteidigen, oder als Schmuggelgut. Nach einer anderen Geschichte soll eine schwangere Birma-Kätzin mit Namen Poupée de Maldapour gestohlen und nach Frankreich importiert worden sein, und zwar von Thadde Haddisch. Viele Geschichten.

Die erste belegte historische Spur führt zu einer Madame Leotard in Nizza, Frankreich.

Während des 2. Weltkriegs (1939-1945) starb die Heilige Birma beinahe aus. Es sollen nur zwei Katzen am Ende des Krieges noch gelebt haben und zwar einPrächen namens Orloff und Xenia de Kaabaa, beide gehörten Baudoin-Crevoisier. Im Nachkriegsfrankreich wurde mit diesen beiden Birma-Kätzchen dann die Grundlage für den Neubeginn dieser Rasse geschaffen. Um die Birma-Rasse wieder aufzubauen wurden dann zunächst Perser und Siamesen einkreuzt. Ab den 1950er Jahren wurden dann wieder reine Birma-Würfe produziert. Die restaurierte Rasse bekam dann 1965 in Großbritannien und 1966 in den USA die Anerkennung.

Die ersten Birma-Katzen waren von einer Seal Point Färbung. Die blaue Punktfarbe wurde dann erst 1959 mit blauer persischer Linie eingeführt. Später experimentierten englische Züchter dann auch mit weiteren Färben und Färbungen wie Tabby / Lynx Points oder Chocolate.

Die Birmakatze war auch an der Entwicklung anderer neuer Katzenrassen beteiligt, zum Beispiel der Ragdoll Katze, die in den USA entstand.

Genetische Studie aus dem Jahr 2008

Im Jahr 2008 wurde das Ergebnis einer genetischen Studie mit dem Titel: he Ascent of Cat Breeds: Genetic Evaluation of Breeds and Worldwide Random-bred Population (Der Aufstieg von Katzenrassen: Genetische Bewertung von Rassen und weltweit zufälligen Populationen) von Lipinski (und weitere Autoren) veröffentlicht. Hiernach hat die Birma die niedrigste genetische Diversitäten (Vielfalt) aller untersuchten Rassen. Betrachtet man aber ihre Zuchtgeschichte mit dem Neuaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg, dann verwundert diese geringe Vielfalt im Genpool nicht.

Kitten-Namen und französische Tradition bei der Birma

Die Zuchtgeschichte begann in den 1920er Jahren wie auch nach dem Zweiten Weltkrieg in Frankreich. Und so gibt es viele Birma-Katzen-Züchter, die heute noch der französischen Tradition folgen, Katzen eines Jahrgangs mit Namen des gleichen Buchstabens im Alphabet zu benennen. So beginnen die Namen von Birma-Katzen, die im Jahr 2017 geboren wurden und deren Züchter sich an diese Tradition halten, mit 0. 2018 wäre dann das P dran.

 

Kurzinfo Heilige Birma-Katze
Ursprung Birma-Katze: Frankreich, vielleicht auch der Orient.
Beginn Zucht: ? – Erste Erwähnung 1925.
Fellfarben: Über 20 anerkannte Fellfarben. Darunter Seal- oder Blue-Point, Streifen und Rot-Scheckung möglich.
Wesen und Charakter: Familienbezogen, ruhig, pflegeleicht, auch kommunikativ, gesellig.
Größe Birma-Katze: Mittelgroße Katze
Gewicht: Katze mindestens 3 Kilogramm, Kater im Schnitt 4,5 bis 6 Kilogramm.
Auffällig: Neben der Pointfärbung sind das ihre blauen und runden Augen.
flauschiges Fell
Rassestandard: u.a. FIFe Kategorie II, SBI ( Sacred Birma ); GCCF 13c